Crossroads / Lane


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ür Kontrabass und Verkehrsklänge  (19'57")(2008)

Kontrabass: Erik Winkelmann
Oboe: Benno Simonis

live aufnahme 28.06.2008 in thorn

Klangregie: Piet Hein van de Poel
Mastering: Arno Peeters
Produktion: Anjo Leenen

Die Künstler aus utrecht:
Monir en Nariman Goran
Rogier Ormeling
Willem van Maren

Die Künstler aus Thorn:
Maud Wilms
Har Sniekers

Mit Dank an:
stichting metronoom: peter en har bokken, ad teve
piet schoor, glas-in-blei atelier "de glazenmaker"
Ton van der Leeden, information über Jelle Veeman
hein de moor, bus
lea didden en tony joosen, führer
ronald pohl
james rubery
hans jonkhart

sponsoren:
adams muziekcentrale, ittervoort
music house, utrecht
stichting intro in situ, maastricht
zahnarztpraxis oelp-hoogh boulandt, utrecht

die komposition "crossroads/lane" basiert auf einem melodietagebuch, das ich in den letzten monaten zusammengestellt habe, indem ich melodien und deren rhythmen sang und summte. das kann natürlich jeder. der komponist ist in der lage, diese melodien kreativ zu musikalisieren und zu einem ganzen zu verschmelzen.

"crossroads/lane" fand in einem atelier für bleiglasfenster in dem kleinen städtchen thorn (limburg) statt, einem magischen ort, den der hellseher jelle veeman (1922-2007) besuchte, dort besondere energien und kräfte wahrnahm und diese in dem buch "12 magische plaatsen in nederland" (isbn: 9789061342793, 1986) beschrieb.

nach meinem konzert "sunwheel" (1992) in dem sonnenobservatorium von robert morris in lelystad hatte ich jelle veemans kennen gelernt und dieses buch gelesen. für jelle war thorn einer dieser magischen orte und so sollte auch "crossroads/lane" dort stattfinden, eine reminiszenz an diesen parapsychologen, der in der zwischenzeit gestorben war.
außerdem spielte in "sunwheel" der verkehr eine besondere rolle, da ein bewegungsdetektor den verkehrsfluss maß und die gewonnenen daten die rotation von klängen in echtzeit beeinflusste.
"crossroads/lane" nimmt diese gedanken wieder auf. tonaufnahmen von bewegenden objekten, wie autos, motorräder und lkws wurden z.b. in einer krypta gemacht. hierdurch entstanden verfremdungseffekte, erhielten die klänge andere akustische eigenschaften, die sie von der gewohnten realität in einen vielleicht magischen raum transponierten.
auch der kontrast zwischen diesem flüchtigen und dem klangspektrum des kontrabasses gibt "crossroads/lane" einen eigenartigen glanz, der auch mit dem kontrapunktisch konzipierten, barockartigen duett zwischen dem kontrabass und der oboe unterstrichen wird.  
ort und zeit lassen sich nicht mehr  bestimmen, wege verblassen, eine orientierung scheint nicht mehr möglich. der hörer geht in "crossroads/lane" seines weges, das ziel ist ungewiss und so lässt er sich treiben, egal wo das hinführt.  

"crossroads/lane" ist eine roadmusic, ein musikfilm, der filmisch, visuell assoziativ komponiert ist, mit einem spannungsbogen, der das stete verändern von melodie und rhythmus in verschiedenen musikstilen einfängt.

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