CROSSROADS / PATH

 

für Bratsche und Sand

Bratsche: Heleen Hulst
Klangregie und Sand aufnahmen: Piet Hein van de Poel
Tonaufnahmen der Dünen in der Wüste Sahara (Marokko): Stéphane Douady
Mastering: Arno Peeters
Produktion: Anjo Leenen


die künstler aus utrecht:
Bildende kunst: cees oortwijn
Gedichte: raj mohan
Musik: jan chris van kooten (banjo) und minthe boersma (saxophon)

Die künstler aus wieringen:
geschichten: jan lont
Seemanslieder: de gesmeerde kelen

mit dank an:
Lourens bas und familie (kreisel hoorn)
de nollen, den helder
cees en joke tesselaer
James rubery
Thijs hanrath für seinen kurzfilm  

sponsoren:
gemeente utrecht
tandartspraktijk oelp-hoogh boulandt, utrecht
venhoeven cs, architektenbureau amsterdam


Melodien sind auf Sand gebaut. In diesem fast sprichwörtlichen Sinne bewegen sich Sanddünen in der Sahara. Millionen Sandkörner, angeschoben, stoßen und scheuern sich vielfach aneinander, drücken vorwärts. Die Düne erklingt, sie singt ihre Melodien - ein kontinuierlicher Fluss von kleinen Tonhöhenveränderungen und unregelmäßige Rhythmen. Oberflächlich gehört scheinen sie zufällig, sie sind jedoch das Ergebnis von Energie, die durch die Friktion zahlloser Sandkörnchen entsteht. Die Sandbänke stimmen ihr Lied an, manchmal bedrohlich, dann wieder traurig, als wäre ihre Weise schon zu lange unter Sand begraben und erst jetzt zu Leben erweckt.

crossroads/path flüstert. Der Sand zerrinnt zwischen den Fingern. Grob- Mittel- und Fein-Sand rieselt, klickert und kullert über Spiegel, Metall, Karton und Papier und verschafft sich Gehör.
Doch Pfade müssen erst einmal ausgetreten werden. In einer zuerst unbekannten, unberührten musikalischen Landschaft erkundet der Hörer seinen eigenen Pfad. Er ist ein Pfadfinder, die Wahrnehmung ist sein Kompass, der ihm den Weg bahnt. Der Pfad führt und leitet.

Vorsichtig graben sich die metallenen Reifen des Wagenrades schleifend durch den Sand und hinterlassen Spuren auf dem Pfad. Es sind Erinnerungen, archaische Melodien, die den Reisenden begleiten.

crossroads/path streut keinen Sand in die Ohren, crossroads/path ist auf Sand geschrieben und geht deswegen seines Weges.


"Dann im Sand uns zu verlieren, der uns keinen Weg versperrt!"
(Musen und Grazien in der Mark, Johann Wolfgang von Goethe, 1797)


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