D-Stroop

From various large silos set up in a sugar factory, drops of water sound, quiet, scaring.

2002 (7′17″)

Aus verschiedenen großen Silos, die in einer Fabrikhalle der Zuckerfabrik aufgestellt sind, erklingen Wasserklänge, ruhig, Angst einjagend. Plötzlich findet akustisch eine Wasserexplosion statt. Der Besucher erschrickt, beruhigt sich später aber wieder, da die gesamte Komposition von Neuem anfängt und wieder eine Stille ausstrahlt. D-stroop spielt mit diesen akustischen Assoziationen.

Die Klangumgebung besteht aus Wassertropfenklängen, die ähnlich wie in einem nassen Keller oder in einer Meergrotte mit einem langen Hall versehen sind. Der Klang kann wärmende, ruhige, aber auch gleichzeitig unbehagliche, bedrückende Assoziationen hervorrufen. Das Fallen der Tropfen besitzt somit einen verschieden interpretierbaren, symbolhaften Charakter und versetzt den Hörer in eine unbestimmte Ausgangssituation.

Nach dem Verklingen der Klangumgebung erklingen aus 2 Silo‘s süßliche Melodiefolgen, die „engelartig“ aus der fernen Höhe zu Tal fliegen. Wie gesagt, der Hohlraum der Silo‘s selbst verursacht diesen Schwebezustand des Klanges. Jäh werden diese paradieslichen Gefilde unterbrochen. Eine wasser-geleeartige, fließende, angestaute, akustische Masse bricht aus, ergießt sich aus vier Kanälen auf den Zuhörer, der sich mitgerissen glaubt. Der Fluß versickert langsam bis dann am Ende der Komposition die Tropfen (Klangumgebung) wieder hörbar sind und die Ruhe vor dem nächsten akustischen Sturm wiederhergestellt sein könnte.

Assoziationen  

Zäh klebrig süß
fließend ausdauernd kann nicht entfliehen
Genuß unergründbar unausweichlich
nicht einzudämmen beängstigend labend

Oder

D Montage D Lirium D Hydratation
D Ponieren D Blockieren D Generation
D Murmelend D Palatisieren D Crescendo
D Terminieren D Pression D Formieren
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